Urlaub in Capri

Urlaub zum Genießen Touren und Aktivitäten

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  • Marina Grande

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    Im Jahre 1862 erschien dem französischen Schriftsteller Maxime Du Camp Marina Grande wie “…ein unbedeutender, mit Kieselsteinen übersäter und von an Land gezogenen Booten verstellter Strand, eine Reihe von Häusern mit flachen, Dächern, die sich am Meer entlangzieht…”. Da der Ort nicht über einen Hafen verfügte, muβten die Ankömmlinge auf dem Rücken der Seeleute zum Strand befördert werden. Erst 1876 wurde ein rudimentärer Steg errichtet, und der Bau eines zur Ein-und Ausschiffung bestimmten Kais lieβ sogar bis 1928 auf sich warten.
    Am Ende der jetzigen Mole ist ein Platez mit der Haltestelle für Busse nach Capri und Anacapri sowie der Standplatz der Taxen. Links des Platzes, der Via Cristoforo Colombo folgend und den Largo Fontana und den Borgo Marinaro (Fischerviertel) hinter sich lassend, stöβt man auf den Touristenhafen.


  • Das historische Zentrum von Capri

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    Der Ort ist in zwei bewohnte Viertel gegliedert: eines wird von den Straßen Via M. Serafina, Via S. Aniello, Via L’Abate und Via Posterla (kleines Tor) begrenzt und ist nach dem Jahr 1300 um die Case Grandi (große Häuser) herum entstanden; das andere, auf der Nordseite (hinter der Piazza Umberto I.) gelegene Viertel ist wesentlich älter und hat sich um die kleine Kirche S. Maria delle Grazie (11. Jahrhundert) herum entwickelt, die bis 1556 Pfarrkirche von Capri war.
    Um sie herum verzweigen sich die Straßen Via Listrieri (Engpässe), Via Li Curti, Via Parroco Canale, Via Le Botteghe und Via Longano (aus dem griechischen “longones” = große Steine), welche sich an der megalithischen Stadtmauer aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. entlangschlängelt. Diese beiden Viertel bestanden aus kleinen Häusern mit ebenso kleinen geschlossenen “Vorhöfen”, die oft eng beieinanderlagen und von schmalen Gassen durchzogen waren. Sie waren mit Gewölben überdacht und konnten somit im Falle einer notwendigen Verteidigung gegen einen Einfall der Sarazenen leicht versperrt werden.

    Wie man hinkommt:
    Von der Piazza Umberto I. aus


  • Belvedere Cannone

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    Aussichtpunkt Kanone

    Am strategischen Punkt dieser Hochebene wurde von den Franzosen im Jahre 1808 zum Zweck der Verteidigung des südlichen Teils der Insel eine Kanone errichtet. Im 20. Jahrhundert, als sich eine große Anzahl deutscher Künstler auf der Insel niedergelassen hat, von denen sich einige hierher zurückzogen um zu zeichnen, erhielt dieser Aussichtpunkt den Namen “Malerplatte”.

    Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die Faraglioni-Felsen, den Scoglio delle Sirene (Sirenenfelsen), die Certosa (Kartäuserkloster), die Giardini di Augusto (Augustusgärten) und die Grotta delle Felci (Grotte der Farne), die in vorgeschichtlicher Zeit große Bedeutung hatte da ortr Fundstücke entdeckt wurden, welche sich von der Altsteinzeit bis zur Bronzezeit zurückdatieren lassen.

    Wie man hinkommt:
    Von der Piazza Umberto I. aus, über die Via Madre Serafina und Via Castello (20 Min.)


  • Grotta di Matromania

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    Auf dem Rückweg vom Arco Naturale (Natur-Bogen, siehe Beschreibung) führt eine Treppe in die unter ihm gelegene Talebene und schlieβlich zur Matermania-Grotte, einer groβen natürlichen Höhle, die zur Zeit der Römer in ein luxuriöses Nymphäum umgewandelt worden war.
    Heute sind noch wenige Mauerreste erhalten, die ursprünglich mit aus Glaspaste hergestellten Mosaiksteinen verkleidet und mit vielfarbigen Stuckartbeiten, Gehäusen von Meerestieren und Muschelschalen verziert waren, mittlerweile ungebräuchliche Elemente, die ebenfalls in der Grotte dell’Arsenale (Arsenalsgrotte) aufgefunden wurden, welche sich unterhalb der Giardini di Augusto befindet.
    In der Morgendämmerung wird das Innere der Grotte von den Strahlen der aufgehenden Sonne beleuchtet. Diese Tatsache hat zahlreiche Gelehrte zu der Überzeugung geführt, daβ dieser Ort, bevor er ein Nymphäum wurde, dem Kult des Gottes Mitra geweiht gewesen sei. Die Römer widmeten ihn der Göttin Kybele, ihrer Mater Magna (Groβe Mutter), woher ihr heutiger Name rührt.
    Die Grotte hinter sich lassend, führt ein bequemer Fuβweg, der sich die Steilküste entlangschlängelt, zur Villa Malaparte, die nach einem Plan des Architekten Adalberto Libera auf der Punta Massullo erbaut worden war.
    Der Pfad führt schlieβlich bis zum Belvedere di Tragara (Aussichtspunkt von Tragara), von dem aus man über die gleichnamige Straβe in wenigen Minuten das Zentrum erreichen kann (1 Stunde 30 Minuten).


  • Palazzo a Mare

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    Palast am Meer

    Am Meeresufer gelegen und auch heute noch “Palatium” genannt, war er die bevorzugte Residenz von Oktavian Augustus.
    Nach den fortgesetzten Plünderungen vor allem im Lauf des 18. Jahrhunderts blieben nur noch wenige Überreste erhalten. Er erstreckte sich über ungefähr 850 Meter entlang der Küste. Heute kann man unter anderem noch die Reste einer Exedra sowie ein kleines Hafenbecken betrachten, dass “Bagni di Tiberio” (Bäden des Tiberius) genannt wird.

    Wie man hinkommt:
    In den Sommermonaten mit einem Motorboot-Service vom Strand von Marina Grande aus erreichbar (10 Min.).
    Zu Fuβ von Marina Grande aus über die gleichnamige Straβe, die in der Nähe der Kirche San Costanzo beginnt (30 Min.).


  • Scala Fenicia

    Scala Fenicia

    Die Scala Fenicia wurde von den ersten griechischen Kolonisten angelegt. Sie war bis 1877 der einzige Verbindungsweg zwischen Marina Grande und dem oberen Teil der Insel.
    Die Waren transportierten die Frauen von Anacapri (ihre besondere Schönheit wurde von vielen Reisenden der damaligen Zeit bewundert) auf dem Kopf.
    Trotz des Namens “Scala Fenicia” (phönizische Treppe) wird die Errichtung den Griechen zugeschrieben, denn im oberen Teil sind die Stufen genau so in den Fels gehauen, wie es die Griechen taten, um die Akropolis mit der Küste zu verbinden. Die Treppe beginnt im Viertel von Palazzo a Mare, dem ältesten griechischen Zentrum Capris, und führt durch Gärten und Weinberge steil nach oben. Sie kreuzt dabei in der Nähe der Kapelle S. Antonio die heutige befahrbare Straße.
    Der Kirchplatz diente allen, die den gewundenen steilen Weg hinaufkamen, als willkommener Ort der Rast.
    Aufgrund der übrig gebliebenen römischen Mauerreste kann man annehmen, dass sich an der Stelle der Kapelle, die aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammt, wahrscheinlich bereits in römischer Zeit ein Platz befand, an dem man ausruhen konnte.
    Die Kapelle liegt unterhalb des Ortes Capodimonte, an dessen höchsten Punkt die “Porta della Differenzia” (Tür der Verschiedenheit) steht – der Name stammt von der Rivalität zwischen den Gemeinden.
    In den letzten Jahrhunderten war die Scala Fenicia auch eine begehrte botanische Station der Insel. Bruder Paolo Boccone, Zisterziensermönch und Botaniker des Großherzogs der Toskana, fand bei der Treppe einige der schönsten Arten, die in seinem “Museum der seltenen Pflanzen” von Ende des 17. Jahrhunderts vorkommen.


  • Villa di Damecuta

    Die Ausgrabung von Damecuta hat 1937 nach dem Abschluss der Grabungen in der Villa Jovis begonnen und wurde in zahlreichen Kampagnen bis 1948 fortgeführt: besonderen Verdienst darum erwarb Dr. Axel Munthe der dem Staat den Turm und das Terrain rundherum, das ihm gehörte, schenkte und damit die Freilegung und Systemation des wichtigsten Teiles der Villa ermöglichte. Leider sind die Ruinen planmässig zerstört worden, als auf dieser Ebene, die den Kanal zwischen Capri und Procida beherrschte, zur Zeit der bourbonischen Restauration und der Wiederbesetzung der Insel durch die Engländer, um wie beim Palazzo a mare Festungen und militärische Baracken zu errichten . Über die Funde, die während der militärischen Besetzung und später von Sammlern und den das Terrain bearbeitenden Bauern gemacht wurden, haben wir nur wenige und vage Nachrichten . Aber die Objekte, die bei den letzten Ausgrabungen geborgen wurden und das Vorhandensein von Fragmente von Säulen aus dem reinsten griechischen Marmor bezeugen, dass es auch hier wie in der anderen kaiserlichen Villa der Insel reiche Marmorfussböden, Stuckverzierungen, Wandmalereien und so manches wertvolle Kunstwerk gab. Demjenigen, der die Ebene und die Torre di Damecuta über die schlechten aber malerisch Maultierpfade von Anacapri oder , bequemer über die neue Fahrstrasse und den kurzen Fussweg, der zu den Ruinen fuhrt erreicht , drängt sich das Problem des antiken Zugangs zur Villa auf. Zwiefellos war der kürzeste und bequemste Zugang zu der Zeit, als Anacapri mit dem Hauptort nur durch einen felsigen Pass und mit dem Hafen durch die sogennante “Scala Fenicia “verbunden war, vom Meere aus: bei ruhiger See konnte man bei Punta di Gradola oder delle Gradelle anlegen, wo einige künstliche Einschnitte in den Felsen einen Platz zum Vertäuen der Schiffe und zum Landen erkennenlassen . Die erste Rast war dann bei der kleinen Villa Romana, die über dem Fels liegt, der das Gewölbe der Blauen Grotte bildet.Von hier aus konnte der Kaiser in einer Sänfte bis auf die Höhe des Kaps und zur Villa von Damecuta hinaufgetragen werden . Dieser Weg wurde auch für den Trasport von Materialen während des Baues der Villa benutzt . Die Villa, die auf dem offenen Plateau den frischen Westwinden ausgesetzt war, war haupsächlich in den Sommermonaten bewohnt: jede offizielle Residenz musste bei den ersten Anzeichen der kommenden herbstlichen Stürmen ihr Ende finden.Trotz der Zerstörungen ist bei der Ausgrabungen der bedeutendste Teil der Villa noch gut erhalten ans Tageslicht gekommen, nämlich die Gegend des Belvederes, die sich längs des Rückens der Ebene von einem Ende des Kaps zu anderen mit einer Anlage hinzog und sich treu in der kaiserlichen Loggia der Villa Jovis wiederholt . Auch hier läuft eine lange Loggia aussichtsreich auf Bögen und Pilastern von Osten nach Westen am Rande des ebenen Platzes entlang und bietet Zugang zum Ambulatio . Ihr erster Teil ist gerade, während der zweite höher liegt und einen Halbkreis bildet. Sie ist weniger großartig als die der Villa Jovis bietet aber vielleicht eine schönere, weitere und abwechslungsreichere Aussicht als diese. Der erste Teil entsprach der äusseren Loggia, die ein auf Säulen ruhenden Portikus darstellte, ein zweites Ambulatio mit Sitzen zum aus- ruhen.Und genau wie bei der Villa Jovis schloss sich auch hier am westlichen Ende der Loggia eine Gruppe von luxuriösen Wohnräumen mit einem Speisesaal an, von dem aus man die Ausssicht auf Küste und Meer und die Frische der Sommernächte geniessen konnte. Aber der merkwürdigste Teil der Villa ist unterhalb des mittelalterlichen Turmes. Unterhalb des Turmes befindet sich ein Alkoven und eine kleine Ausssichtsterrasse , die über dem Abgrund schwebt. Weiter gegen Osten gibt es unter der Loggia zwei weitere nicht grosse Wohnräume . Wer sich erinnert in welcher Weise Tiberius es verstanden hat, seine Privatgemächer abzusondern, wird dazu verführt, auch in dieser kleinen Gruppe von Räumen, die allerdings eher für einen romantischen Träumer als für einen Kaiser geeignet erscheinen, seine geheime Klause zu sehen . Eine unerwartete Entdeckung hat diese Hypothese Gewissheit werden lassen. Im Vorzimmer des Cubiculums wurde bei den letzten Ausgrabungen ein schöner Torso eines nackten Epheben ,der Narzissus oder Hyakinthos darstellt, gefunden. Und Plinius und Sueton bezeugen die Leidenschaft des Tiberius für die Kunst und Vorliebe, sein cubiculum mit Hauptwerken der Malerei und Skulpturen zu schmücken. Es kann sich bei der Entdeckung dieses hervorragend gearbeiteten Torso, eines Epheben im Cubiculum der kaiserlichen Villa von Damecuta unmöglich um einen Zufall handeln. Der berühmte Vesuv-Ausbruch von 79 nach Chr. liess auf Capri einen dichten Aschenregen fallen und beschädigte die Villa, die seitdem verlassen blieb.

    Wie man hinkommt:
    Von Anacapri von der Piazzale Cimitero aus mit dem Linienbus oder von der Piazza Vittoria aus mit dem Taxi (10 Min.).
    Zu Fuβ von der Piazza Vittoria aus über die Via G. Orlandi, Via Pagliaro und Via Tuoro (30 Min.).

    Besuchszeiten
    von 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenutergang


  • Archäologie

    Die Grotta Azzurra

    Die “Blaue Grotte” verdankt zwar nicht ihre Entdeckung aber die Rolle, die sie in der Romantik spielte, zwei deutschen Touristen, die im Jahre 1826 auf Capri weilten: dem Schriftsteller August Kopisch und dem Maler Ernst Fries.

    Den Bewohnern von Capri war sie unter dem Namen “Grotta Gràdola” (vom nahen Anlegeplatz, Gràdola’ oder ,Gradelle’) längst bekannt, wenn sie auch nicht so sehr wegen der Enge des Zugangs als vielmehr wegen der Legenden von Hexen und Ungeheuern, die sie bevölkern sollten, als ein geheimnisvoller, furchterregender Ort gemieden wurde. Jedenfalls haben sich die beiden mutigen deutschen Reisenden, der Fischer Angelo Ferraro, genannt “il Riccio”, der sie führte, der Notar Giuseppe Pagano, der sie mit lateinischen Zitaten und gutem Wein stärkte, und der Eseltreiber, der die Bottiche, das griechische Feuer und alles sonst zur Erkundigung auflud, um Capri verdient gemacht, denn sie haben der Grotte einen Namen gegeben: Blaue Grotte, die nun in zahlreichen enthusiastischen Beschreibungen bis auf den heutigen Tag wiederkehrt, auf bunten Lithographien, Aquarellen, Ölbildern, Keramiken und den bescheideneren Ansichtskarten, und schließlich alle Ausstellungen von Capri-Andenken mit seinem blau beherrscht.
    Ein glückliches Zusammentreffen von geologischen und speläologischen Bedingungen hat den doppelten Zauber der Grotte hervorgerufen.

    In geologischer Zeit ist hier eine Höhle 15-20 m tief unter den heutigen Meeresspiegel gesunken, in die das Sonnenlicht durch ein mächtiges, etwa 15 m breites und ebenso hohes unter Wasser gelegenes Felsentor eindringt. Diesem Umstand verdankt sie ihre unwirkliche, magische Farbe. Nun wird das Licht, nachdem es den Schleier des Meerwassers passiert hat, in der Grotte frei und taucht Wände und Decke in blaue Farbe.
    Andererseits bricht es sich auf dem weißen, sandigen Grund der Grotte und verleiht dem Wasser jene merkwürdige Opaleszenz, welche die Körper, die in das Wasser tauchen, bei jeder Bewegung von einem silbernen Licht umflossen erscheinen lässt. Schon den ersten Erforschern der Grotte war es klar, dass die Römer nicht nur die Blaue Grotte kannten, sondern sie auch untersucht hatten, obwohl man nicht genau weiß, in welcher Weise.
    Die Hypothese, dass die Grotte in nachrömischer Zeit 6 oder 7 Meter abgesunken ist, lässt sich nicht halten. Vielmehr ist sicher, dass die Situation zur Zeit des Augustus oder Tiberius die gleiche war wie heute.

    Aber da die Blaue Grotte und die kleine Villa Gràdola unterhalb der großartigen “Villa di Damecuta”, die das Vorgebirge “Arcéra” bekrönt liegen, liegt es nahe anzunehmen, dass die Grotte mit dem Anlegeplatz Gràdola und der darüberliegenden “Villa di Damecuta” einen einzigen Komplex bildete, in dem die Blaue Grotte das natürliche Nymphäum der großen oberen Villa bildete, das vielleicht nicht nur über das Meer, sondern auch zu Lande auf einem heute verschütteten Pfad zugänglich war.
    Darüben hinaus diente die Blaue Grotte den Römern aber auch als Modell für die Anlage und den Schmuck der anderen als Nymphäen dienenden Grotten der Insel, indem sie mit der Mosaikverkleidung der Wände und Gewölbe den freilich einzigartigen Effekt der Grotte nachzuahmen suchten, die der natürliche Sitz des “Glaukos” und des Zuges der blaugelockten Nereiden war.
    Text: “Storia e Monumenti” – A. Maiuri

    Wie man hinkommt
    Von Capri (Marina Grande): mit Motorbooten. Am Eingang der Grotte stehen kleine Boote zur Verfügung.
    Von Anacapri: mit dem Linienbus (Viale De Tommaso), 15 Min.; mit dem Taxi (Piazza Vittoria), 10 Min.; zu fuß (50 Min.). Am Eingang der Grotte stehen kleine Boote zur Verfügung.

    Besuchszeit
    9.00 bis 17.00 Uhr

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  • Geschichte

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    Der Name Capri kommt vom lateinischen “capraeae” (Ziegen) und nicht vom griechischen “kapros” (Wildschwein), auch wenn zahlreiche fossile Reste von Wildschweinen auf der Insel gefunden worden sind. Als die Insel noch zur Altsteinzeit mit dem Festland verbunden war, wurde sie von Griechen und dann von den Römern bewohnt. Kaiser Augustus, der sie im Jahre 29 v. Chr. besuchte, war der erste, der dort eine Villa errichten ließ.

    Sein Nachfolger Tiberius lebte dort von 27 bis 37 n. Chr. Nach Tiberius hielten sich eine Reihe anderer Herrscher auf der Insel auf, und bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. war sie Freizeitziel und Wohnort römischer Adliger. Nach dem Fall des Westlichen Römischen Reiches gehörte sie eine zeitlang dem Herzogtum Neapel an. Im 6. Jahrhundert erlitt sie den Einfall der Sarazenen, und in der Folgezeit fiel sie unter die Herrschaft der Langobarden, Normannen, Anjou, Aragoneser und schließlich Spanier. Dank eines aktiven Bistums und jenen Privilegien, die ihr zunächst von den Spaniern und dann von den Bourbonen zugestanden worden waren, erlebte die Insel im 17. und 18. Jahrhundert eine erneute Blütezeit, die Hand in Hand ging mit dem großartigen politischen und künstlerischen Wiederaufblühen Neapels.

    Davon zeugt die herrliche Architektur der Kirchen und Klöster, die man in beiden Städtchen der Insel bewundern kann. Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhudnerts gehörte Capri fest zur Route jener Reisenden, die immer häufiger aus dem Norden kamen, angezogen von der Helligkeit der Insel und auf der Suche nach einer mythisch ursprünglich einfachen Welt. Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der “Wiederentdeckung” der Grotta Azzurra (Blaue Grotte) begannen italienische und ausländische Besucher, vom Klima, der Gastfreundschaft, den Farben und der anziehenden Atmosphäre angelockt, auf die Insel zu strömen. Künstler, Intellektuelle, Schriftsteller, fremde, reiche und exzentrische Besucher wählten sie als feste Heimat oder als Zweitwohnsitz aus und trugen so dazu bei, jene vielfältige und kosmopolitische internationale Kolonie entstehen zu lassen, die Capri in der ganzen Welt berühmt gemacht hat