Urlaub in Capri

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  • Category Archives Archäologie
  • Grotta di Matromania

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    Auf dem Rückweg vom Arco Naturale (Natur-Bogen, siehe Beschreibung) führt eine Treppe in die unter ihm gelegene Talebene und schlieβlich zur Matermania-Grotte, einer groβen natürlichen Höhle, die zur Zeit der Römer in ein luxuriöses Nymphäum umgewandelt worden war.
    Heute sind noch wenige Mauerreste erhalten, die ursprünglich mit aus Glaspaste hergestellten Mosaiksteinen verkleidet und mit vielfarbigen Stuckartbeiten, Gehäusen von Meerestieren und Muschelschalen verziert waren, mittlerweile ungebräuchliche Elemente, die ebenfalls in der Grotte dell’Arsenale (Arsenalsgrotte) aufgefunden wurden, welche sich unterhalb der Giardini di Augusto befindet.
    In der Morgendämmerung wird das Innere der Grotte von den Strahlen der aufgehenden Sonne beleuchtet. Diese Tatsache hat zahlreiche Gelehrte zu der Überzeugung geführt, daβ dieser Ort, bevor er ein Nymphäum wurde, dem Kult des Gottes Mitra geweiht gewesen sei. Die Römer widmeten ihn der Göttin Kybele, ihrer Mater Magna (Groβe Mutter), woher ihr heutiger Name rührt.
    Die Grotte hinter sich lassend, führt ein bequemer Fuβweg, der sich die Steilküste entlangschlängelt, zur Villa Malaparte, die nach einem Plan des Architekten Adalberto Libera auf der Punta Massullo erbaut worden war.
    Der Pfad führt schlieβlich bis zum Belvedere di Tragara (Aussichtspunkt von Tragara), von dem aus man über die gleichnamige Straβe in wenigen Minuten das Zentrum erreichen kann (1 Stunde 30 Minuten).


  • Archäologie

    Die Grotta Azzurra

    Die “Blaue Grotte” verdankt zwar nicht ihre Entdeckung aber die Rolle, die sie in der Romantik spielte, zwei deutschen Touristen, die im Jahre 1826 auf Capri weilten: dem Schriftsteller August Kopisch und dem Maler Ernst Fries.

    Den Bewohnern von Capri war sie unter dem Namen “Grotta Gràdola” (vom nahen Anlegeplatz, Gràdola’ oder ,Gradelle’) längst bekannt, wenn sie auch nicht so sehr wegen der Enge des Zugangs als vielmehr wegen der Legenden von Hexen und Ungeheuern, die sie bevölkern sollten, als ein geheimnisvoller, furchterregender Ort gemieden wurde. Jedenfalls haben sich die beiden mutigen deutschen Reisenden, der Fischer Angelo Ferraro, genannt “il Riccio”, der sie führte, der Notar Giuseppe Pagano, der sie mit lateinischen Zitaten und gutem Wein stärkte, und der Eseltreiber, der die Bottiche, das griechische Feuer und alles sonst zur Erkundigung auflud, um Capri verdient gemacht, denn sie haben der Grotte einen Namen gegeben: Blaue Grotte, die nun in zahlreichen enthusiastischen Beschreibungen bis auf den heutigen Tag wiederkehrt, auf bunten Lithographien, Aquarellen, Ölbildern, Keramiken und den bescheideneren Ansichtskarten, und schließlich alle Ausstellungen von Capri-Andenken mit seinem blau beherrscht.
    Ein glückliches Zusammentreffen von geologischen und speläologischen Bedingungen hat den doppelten Zauber der Grotte hervorgerufen.

    In geologischer Zeit ist hier eine Höhle 15-20 m tief unter den heutigen Meeresspiegel gesunken, in die das Sonnenlicht durch ein mächtiges, etwa 15 m breites und ebenso hohes unter Wasser gelegenes Felsentor eindringt. Diesem Umstand verdankt sie ihre unwirkliche, magische Farbe. Nun wird das Licht, nachdem es den Schleier des Meerwassers passiert hat, in der Grotte frei und taucht Wände und Decke in blaue Farbe.
    Andererseits bricht es sich auf dem weißen, sandigen Grund der Grotte und verleiht dem Wasser jene merkwürdige Opaleszenz, welche die Körper, die in das Wasser tauchen, bei jeder Bewegung von einem silbernen Licht umflossen erscheinen lässt. Schon den ersten Erforschern der Grotte war es klar, dass die Römer nicht nur die Blaue Grotte kannten, sondern sie auch untersucht hatten, obwohl man nicht genau weiß, in welcher Weise.
    Die Hypothese, dass die Grotte in nachrömischer Zeit 6 oder 7 Meter abgesunken ist, lässt sich nicht halten. Vielmehr ist sicher, dass die Situation zur Zeit des Augustus oder Tiberius die gleiche war wie heute.

    Aber da die Blaue Grotte und die kleine Villa Gràdola unterhalb der großartigen “Villa di Damecuta”, die das Vorgebirge “Arcéra” bekrönt liegen, liegt es nahe anzunehmen, dass die Grotte mit dem Anlegeplatz Gràdola und der darüberliegenden “Villa di Damecuta” einen einzigen Komplex bildete, in dem die Blaue Grotte das natürliche Nymphäum der großen oberen Villa bildete, das vielleicht nicht nur über das Meer, sondern auch zu Lande auf einem heute verschütteten Pfad zugänglich war.
    Darüben hinaus diente die Blaue Grotte den Römern aber auch als Modell für die Anlage und den Schmuck der anderen als Nymphäen dienenden Grotten der Insel, indem sie mit der Mosaikverkleidung der Wände und Gewölbe den freilich einzigartigen Effekt der Grotte nachzuahmen suchten, die der natürliche Sitz des “Glaukos” und des Zuges der blaugelockten Nereiden war.
    Text: “Storia e Monumenti” – A. Maiuri

    Wie man hinkommt
    Von Capri (Marina Grande): mit Motorbooten. Am Eingang der Grotte stehen kleine Boote zur Verfügung.
    Von Anacapri: mit dem Linienbus (Viale De Tommaso), 15 Min.; mit dem Taxi (Piazza Vittoria), 10 Min.; zu fuß (50 Min.). Am Eingang der Grotte stehen kleine Boote zur Verfügung.

    Besuchszeit
    9.00 bis 17.00 Uhr

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  • Monte Solaro – Cetrella

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    Zum höchsten Berg der Insel (589 m) fährt gleich neben der Piazza della Vittoria ein Sessellift in zehn Minuten hinauf. Auf dem Gipfel erwarten Sie eine Caféterrasse und bei guter Sicht ein prachtvoller Panoramablick auf die Insel selbst und auf die Meeresbuchten von Neapel und Salerno.

    Zurück können Sie entweder wieder mit dem Sessellift fahren oder aber zu Fuß gehen über einen ziemlich steilen, steinigen Pfad, den geübte Bergsteiger auch nach oben benutzen. Zur Einsiedelei Santa Maria a Cetrella führt von diesem Pfad – etwa auf halber Strecke – rechts abbiegend ein bequemer Fußweg. Nach etwa einstündigem Abstieg erreichen Sie unten die Villa San Michele. | Sessellift-Service: März-Okt. tgl. 9.30 Uhr bis Sonnenuntergang, Nov.-März tgl. 9-15.30 Uhr | Einzelfahrt 6 Euro, Hin- u. Rückfahrt 8 Euro


  • Arco Naturale – Pizzolungo

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    Inmitten der wilden Waldlandschaft an der östlichen Inselküste ragt ein mächtiger, durch Erosion skurril geformter Felsenbogen steil über die Meeresbrandung hinaus. Von der Piazzetta aus führt ein Fußweg über die Via Le Botteghe und die Via Matromania in etwa 20 Minuten dorthin

    Dieser gewaltige Bogen bildet den Überrest einer grossen Grotte, die sich in den Berg hineingefressen hat. Die Wellen des Meeres haben die Öffnung erweitert und das Geröll weggespült. Nachdem sich in der Altsteinzeit die Insel gehoben hatte, war die Grotte nicht länger der Erosionswirkung der Wellen ausgesetzt und unter dem Einfluß von Wind und Regen hat sich ihre Oberfläche verändert.

    Auf dem Rückweg vom Arco Naturale führt eine Treppe in die unter ihm gelegene Talebene und schließlich zur “Matermania Grotte”, einer großen natürlichen Höhle, die zur Zeit der Römer in ein luxuriöses Nymphäum umgewandelt worden war. Heute sind noch wenige Mauerreste erhalten, die ursprünglich mit aus Glaspaste hergestellten Mosaiksteinen verkleidet und mit vielfarbigen Stuckarbeiten, Gehäusen von Meerestieren und Muschelschalen verziert waren. Diese heute verlorengegangenen Elemente wurden in der Grotte Arsenale gefunden, die sich unterhalb der Giardini di Augusto befindet.

    Die Grotte hinter sich lassend, führt ein bequemer Fußweg “Pizzolungo”, der sich der Steilküste entlangschlängelt, zur Villa Malaparte ( auch “Casa come me”- “ein Haus wie ich” gennant), die nach einem Plan des Architekten Adalberto Libera auf der Punta Massullo erbaut worden war. Der Pfad führt schliesslich bis zum Belvedere di Tragara, von dem aus man über die gleichnamige Strasse in wenigen Minuten das Zentrum erreichen kann.

    Wie man hinkommt:
    Von der Piazza Umberto I über die Via Longano , via Sopramonte und via Matermania oder immer von der Piazza Umberto I über via Le Botteghe, Croce und Matermania
    (zu Fuß 30 Minuten)


  • San Giacomo

    Das 1371-74 vom Grafen Giovanni Arcucci erbaute Kartäuserkloster beeindruckt durch seine Größe und Architektur. Nach mehrmaliger Zerstörung wurde die Kartause mit ihren schönen, gewölbten Dächern immer wieder restauriert, jedoch 1808 auf Geheiß Napoleons säkularisiert. Besonders sehenswert: der kleine Kreuzgang (15. Jh.) mit Kapitellen teils römischen, teils byzantinischen Ursprungs; in der gotischen Kirche das Spitzbogenportal mit Relieffiguren und einem Fresko aus dem 14. Jh.; der Glockenturm im Barockstil, geziert von schwungvollen Voluten. Der große Kreuzgang aus dem 17. Jh. kann nach gründlicher Restaurierung wieder besichtigt werden. Der hübsche Garten zieht sich bis zu den Klippen am Meer hin. Im Kirchenvorraum ist eine Galerie mit Werken des deutschen Malers Karl W. Diefenbach untergebracht. Die Gemälde werden wegen ihrer teils unverkennbaren, mystischen Capri-Bezogenheit von vielen Besuchern bestaunt. | Di-So 9-14 Uhr


  • Santo Stefano

    Die ehemalige Kathedrale und jetzige Pfarrkirche Capris. Mit ihrem weiß getünchten Baukörper und ihren anmutigen Kuppeln byzantinischer Art verleiht das größte Gotteshaus der Stadt (gegen Ende des 17. Jhs. in einem nicht verschnörkelten Barockstil neu erbaut) der zentralen Piazzetta einen südländischen Charme. Die zu ihr hinaufführenden Treppen bieten einen schönen Blick auf die belebten Caféterrassen. Bemerkenswert ist im Kircheninneren der bunte Marmorfußboden vor dem Marienaltar (links vom Hauptaltar) aus Bodenfragmenten der Tiberius-Villa


  • Villa San Michele

    Die beliebteste Touristenattraktion in Anacapri ist sicherlich die Villa San Michele, die sich der schwedische Modearzt Axel Munthe hat bauen lassen. Seine Memoiren „Das Buch von San Michele“, 1929 veröffentlicht und dann in 41 Sprachen übersetzt, wurden ein Welterfolg. Seitdem pilgern Jahr für Jahr über 200000 Neugierige zu diesem Wallfahrtsort, um Munthes Gemächer mit den dort zusammengetragenen „Kunstschätzen“ (teils dubioser Herkunft) auch einmal gesehen zu haben. Antikes Mobiliar in den Wohnräumen, Bronze- und Marmorköpfe, Torsi, Reliefs und Inschriften in Galerie und Atrium. Rustikal und einladend ist die Küche im unteren Geschoss, lichtdurchflutet die an der Peripherie des Gebäudes liegende Pergola, wunderschön die makellos gepflegte Gartenanlage.

    Seit 1992 steht im Garten ein Olivetum genannter Pavillon. Während sich die Besucher dort über die Vogelwelt, die Schmetterlinge und Insekten auf der Insel informieren, begleitet sie Vogelgezwitscher als Tonkulisse. Am Ende des Gartens, bei der Sphinx-Statue, haben Sie einen schönen Blick auf den Golf von Neapel und, rechts oben, auf die Ruinen der Barbarossa-Burg.