Urlaub in Capri

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  • Category Archives Geschichte
  • Scala Fenicia

    Scala Fenicia

    Die Scala Fenicia wurde von den ersten griechischen Kolonisten angelegt. Sie war bis 1877 der einzige Verbindungsweg zwischen Marina Grande und dem oberen Teil der Insel.
    Die Waren transportierten die Frauen von Anacapri (ihre besondere Schönheit wurde von vielen Reisenden der damaligen Zeit bewundert) auf dem Kopf.
    Trotz des Namens “Scala Fenicia” (phönizische Treppe) wird die Errichtung den Griechen zugeschrieben, denn im oberen Teil sind die Stufen genau so in den Fels gehauen, wie es die Griechen taten, um die Akropolis mit der Küste zu verbinden. Die Treppe beginnt im Viertel von Palazzo a Mare, dem ältesten griechischen Zentrum Capris, und führt durch Gärten und Weinberge steil nach oben. Sie kreuzt dabei in der Nähe der Kapelle S. Antonio die heutige befahrbare Straße.
    Der Kirchplatz diente allen, die den gewundenen steilen Weg hinaufkamen, als willkommener Ort der Rast.
    Aufgrund der übrig gebliebenen römischen Mauerreste kann man annehmen, dass sich an der Stelle der Kapelle, die aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammt, wahrscheinlich bereits in römischer Zeit ein Platz befand, an dem man ausruhen konnte.
    Die Kapelle liegt unterhalb des Ortes Capodimonte, an dessen höchsten Punkt die “Porta della Differenzia” (Tür der Verschiedenheit) steht – der Name stammt von der Rivalität zwischen den Gemeinden.
    In den letzten Jahrhunderten war die Scala Fenicia auch eine begehrte botanische Station der Insel. Bruder Paolo Boccone, Zisterziensermönch und Botaniker des Großherzogs der Toskana, fand bei der Treppe einige der schönsten Arten, die in seinem “Museum der seltenen Pflanzen” von Ende des 17. Jahrhunderts vorkommen.


  • Villa di Damecuta

    Die Ausgrabung von Damecuta hat 1937 nach dem Abschluss der Grabungen in der Villa Jovis begonnen und wurde in zahlreichen Kampagnen bis 1948 fortgeführt: besonderen Verdienst darum erwarb Dr. Axel Munthe der dem Staat den Turm und das Terrain rundherum, das ihm gehörte, schenkte und damit die Freilegung und Systemation des wichtigsten Teiles der Villa ermöglichte. Leider sind die Ruinen planmässig zerstört worden, als auf dieser Ebene, die den Kanal zwischen Capri und Procida beherrschte, zur Zeit der bourbonischen Restauration und der Wiederbesetzung der Insel durch die Engländer, um wie beim Palazzo a mare Festungen und militärische Baracken zu errichten . Über die Funde, die während der militärischen Besetzung und später von Sammlern und den das Terrain bearbeitenden Bauern gemacht wurden, haben wir nur wenige und vage Nachrichten . Aber die Objekte, die bei den letzten Ausgrabungen geborgen wurden und das Vorhandensein von Fragmente von Säulen aus dem reinsten griechischen Marmor bezeugen, dass es auch hier wie in der anderen kaiserlichen Villa der Insel reiche Marmorfussböden, Stuckverzierungen, Wandmalereien und so manches wertvolle Kunstwerk gab. Demjenigen, der die Ebene und die Torre di Damecuta über die schlechten aber malerisch Maultierpfade von Anacapri oder , bequemer über die neue Fahrstrasse und den kurzen Fussweg, der zu den Ruinen fuhrt erreicht , drängt sich das Problem des antiken Zugangs zur Villa auf. Zwiefellos war der kürzeste und bequemste Zugang zu der Zeit, als Anacapri mit dem Hauptort nur durch einen felsigen Pass und mit dem Hafen durch die sogennante “Scala Fenicia “verbunden war, vom Meere aus: bei ruhiger See konnte man bei Punta di Gradola oder delle Gradelle anlegen, wo einige künstliche Einschnitte in den Felsen einen Platz zum Vertäuen der Schiffe und zum Landen erkennenlassen . Die erste Rast war dann bei der kleinen Villa Romana, die über dem Fels liegt, der das Gewölbe der Blauen Grotte bildet.Von hier aus konnte der Kaiser in einer Sänfte bis auf die Höhe des Kaps und zur Villa von Damecuta hinaufgetragen werden . Dieser Weg wurde auch für den Trasport von Materialen während des Baues der Villa benutzt . Die Villa, die auf dem offenen Plateau den frischen Westwinden ausgesetzt war, war haupsächlich in den Sommermonaten bewohnt: jede offizielle Residenz musste bei den ersten Anzeichen der kommenden herbstlichen Stürmen ihr Ende finden.Trotz der Zerstörungen ist bei der Ausgrabungen der bedeutendste Teil der Villa noch gut erhalten ans Tageslicht gekommen, nämlich die Gegend des Belvederes, die sich längs des Rückens der Ebene von einem Ende des Kaps zu anderen mit einer Anlage hinzog und sich treu in der kaiserlichen Loggia der Villa Jovis wiederholt . Auch hier läuft eine lange Loggia aussichtsreich auf Bögen und Pilastern von Osten nach Westen am Rande des ebenen Platzes entlang und bietet Zugang zum Ambulatio . Ihr erster Teil ist gerade, während der zweite höher liegt und einen Halbkreis bildet. Sie ist weniger großartig als die der Villa Jovis bietet aber vielleicht eine schönere, weitere und abwechslungsreichere Aussicht als diese. Der erste Teil entsprach der äusseren Loggia, die ein auf Säulen ruhenden Portikus darstellte, ein zweites Ambulatio mit Sitzen zum aus- ruhen.Und genau wie bei der Villa Jovis schloss sich auch hier am westlichen Ende der Loggia eine Gruppe von luxuriösen Wohnräumen mit einem Speisesaal an, von dem aus man die Ausssicht auf Küste und Meer und die Frische der Sommernächte geniessen konnte. Aber der merkwürdigste Teil der Villa ist unterhalb des mittelalterlichen Turmes. Unterhalb des Turmes befindet sich ein Alkoven und eine kleine Ausssichtsterrasse , die über dem Abgrund schwebt. Weiter gegen Osten gibt es unter der Loggia zwei weitere nicht grosse Wohnräume . Wer sich erinnert in welcher Weise Tiberius es verstanden hat, seine Privatgemächer abzusondern, wird dazu verführt, auch in dieser kleinen Gruppe von Räumen, die allerdings eher für einen romantischen Träumer als für einen Kaiser geeignet erscheinen, seine geheime Klause zu sehen . Eine unerwartete Entdeckung hat diese Hypothese Gewissheit werden lassen. Im Vorzimmer des Cubiculums wurde bei den letzten Ausgrabungen ein schöner Torso eines nackten Epheben ,der Narzissus oder Hyakinthos darstellt, gefunden. Und Plinius und Sueton bezeugen die Leidenschaft des Tiberius für die Kunst und Vorliebe, sein cubiculum mit Hauptwerken der Malerei und Skulpturen zu schmücken. Es kann sich bei der Entdeckung dieses hervorragend gearbeiteten Torso, eines Epheben im Cubiculum der kaiserlichen Villa von Damecuta unmöglich um einen Zufall handeln. Der berühmte Vesuv-Ausbruch von 79 nach Chr. liess auf Capri einen dichten Aschenregen fallen und beschädigte die Villa, die seitdem verlassen blieb.

    Wie man hinkommt:
    Von Anacapri von der Piazzale Cimitero aus mit dem Linienbus oder von der Piazza Vittoria aus mit dem Taxi (10 Min.).
    Zu Fuβ von der Piazza Vittoria aus über die Via G. Orlandi, Via Pagliaro und Via Tuoro (30 Min.).

    Besuchszeiten
    von 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenutergang


  • Geschichte

    capri

    Der Name Capri kommt vom lateinischen “capraeae” (Ziegen) und nicht vom griechischen “kapros” (Wildschwein), auch wenn zahlreiche fossile Reste von Wildschweinen auf der Insel gefunden worden sind. Als die Insel noch zur Altsteinzeit mit dem Festland verbunden war, wurde sie von Griechen und dann von den Römern bewohnt. Kaiser Augustus, der sie im Jahre 29 v. Chr. besuchte, war der erste, der dort eine Villa errichten ließ.

    Sein Nachfolger Tiberius lebte dort von 27 bis 37 n. Chr. Nach Tiberius hielten sich eine Reihe anderer Herrscher auf der Insel auf, und bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. war sie Freizeitziel und Wohnort römischer Adliger. Nach dem Fall des Westlichen Römischen Reiches gehörte sie eine zeitlang dem Herzogtum Neapel an. Im 6. Jahrhundert erlitt sie den Einfall der Sarazenen, und in der Folgezeit fiel sie unter die Herrschaft der Langobarden, Normannen, Anjou, Aragoneser und schließlich Spanier. Dank eines aktiven Bistums und jenen Privilegien, die ihr zunächst von den Spaniern und dann von den Bourbonen zugestanden worden waren, erlebte die Insel im 17. und 18. Jahrhundert eine erneute Blütezeit, die Hand in Hand ging mit dem großartigen politischen und künstlerischen Wiederaufblühen Neapels.

    Davon zeugt die herrliche Architektur der Kirchen und Klöster, die man in beiden Städtchen der Insel bewundern kann. Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhudnerts gehörte Capri fest zur Route jener Reisenden, die immer häufiger aus dem Norden kamen, angezogen von der Helligkeit der Insel und auf der Suche nach einer mythisch ursprünglich einfachen Welt. Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der “Wiederentdeckung” der Grotta Azzurra (Blaue Grotte) begannen italienische und ausländische Besucher, vom Klima, der Gastfreundschaft, den Farben und der anziehenden Atmosphäre angelockt, auf die Insel zu strömen. Künstler, Intellektuelle, Schriftsteller, fremde, reiche und exzentrische Besucher wählten sie als feste Heimat oder als Zweitwohnsitz aus und trugen so dazu bei, jene vielfältige und kosmopolitische internationale Kolonie entstehen zu lassen, die Capri in der ganzen Welt berühmt gemacht hat


  • Via Krupp

    32 Jahre lang war die Via Krupp gesperrt! Sie galt als lebensgefährlich wegen der abbröckelnden Felswände über dem abgrundtief liegenden Meer. Im Juni 2008 feierte man – nach sorgfältiger Renovierungsarbeit auf Kosten der EU – die lang ersehnte Wiedereröffnung des kühn gebauten, erneut sicheren Höhenweges. Diese schönste Spaziermöglichkeit der Insel ließ Friedrich Alfred Krupp Ende des 19. Jhs. auf eigene Kosten durch den Ingenieur Emil Meyer in den steilen Felsabhang der Südküste hauen. In Serpentinen verbindet sie in 20 Gehminuten die Augustus-Gärten mit der Marina Piccola. Zu Krupps Zeiten wurde damit auch der Zugang zur Fra’-Felice-Höhle erleichtert, die er auf halber Höhe ebenfalls in die steile Felswand schlagen ließ. Da verlebte der Stahlkönig ungestört, angeblich in feucht-fröhlicher Männerrunde, seine Festabende. Eine verleumderische Pressekampagne in Deutschland und Italien wegen Krupps angeblicher Homosexualität führte 1902 zum Selbstmord des 48-jährigen Industriellen: Sie war kein schöner Dank für sein kostbares Geschenk.


  • Villa Jovis des Tiberius

    Richtig berühmt geworden ist Capri im Altertum erst, nachdem Kaiser Tiberius auf der Insel seine Villen (angeblich waren es insgesamt zwölf) errichten ließ und von 26 n. Chr. bis zu seinem Tod im Jahr 37 das römische Weltreich von hier aus regierte. Die größte und prachtvollste war zweifellos die Villa Jovis (besser gesagt: eine Palastresidenz), elf Jahre lang Hauptwohnsitz des Kaisers.

    Die gut begehbaren Ausgrabungen, die auf der steilen Ostspitze der Insel etwa 7000 m² Fläche umfassen, lassen die vergangene Pracht nur erahnen. Die Architektur des Palastes ist für heutige Besucher nicht so leicht nachvollziehbar. Auf mehreren Stockwerken waren Säle, Zimmer, Wandelgänge, Nebenräume und Terrassen untergebracht – mit einem Höhenunterschied von insgesamt 40 m. Heute sind noch gewaltige, hohe Mauerreste übrig geblieben, aber von den prunkvollen Marmorböden und Wandverkleidungen ist nichts mehr zu sehen, nachdem die Reste des Baus eine lange Zeit Plünderungen ausgeliefert waren. Rechts vom Eingang liegen die Thermen. Gut erhalten ist der quadratische Innenhof, in dem die großen Regenwasserzisternen ihren Platz hatten. Die etwas abseits gelegenen kaiserlichen Privatgemächer befanden sich ganz oben auf der Höhe des heutigen Vorplatzes einer Kapelle.

    Zwischen der Villa und dem mit roten Ziegeln abgestützten Leuchtturm – von dem aus Rauch- und Lichtsignale die Kommunikation mit dem Festland sicherstellten – befindet sich der berüchtigte Abgrund Salto di Tiberio („Sprung des Tiberius“). Dort soll, den Gerüchten nach, der Herrscher unliebsame Gäste und Bedienstete aus fast 300 m Höhe hinab ins Meer gestürzt haben. Schwindelfreie steigen über die niedrige Mauer vor dem gesicherten Aussichtspunkt und blicken schaudernd in den steilen Abgrund hinunter (neuerdings wegen Erdrutschgefahr vorübergehend Sperrzone).